Weniger als ein Monat Zeit bis zur Einführung der CO2-Bepreisung im Gebäudesektor – sind Immobilienhalter und Mieter bereits eingestellt auf die Veränderungen?

Am 1. Januar 2021 wird der CO2-Preis im Wärmemarkt eingeführt. Er startet bei 25 EUR/t und steigt dann bis 2026 planbar auf 65 EUR an, bevor der Preis ab 2027 in einem Emissionshandel frei bestimmt wird und nach den meisten Schätzungen dann schnell dreistellig werden wird.

Im Jahr 2019 galt er bei den Beschlüssen des Klimakabinetts 2019 noch als Hoffnungsträger zur Erreichung der Klimaziele. Heute ist davon wenig zu spüren. Der Preis gilt als zu niedrig angesetzt, um eine starke Lenkungswirkung zu entfalten. Die Regierungskoalition ist außerdem zerstritten bei der Frage, wer ihn bezahlen soll: Mieter, Vermieter, oder beide? Wenn keine Begrenzung der Umlagefähigkeit beschlossen wird, dürfen Vermieter erst einmal den kompletten CO2-Preis als Teil der normalen Heizkosten auf Mieter umlegen, denn der Energielieferant schlägt den CO2-Preis einfach auf die Energierechnung auf und muss ihn aktuell nicht einmal getrennt ausweisen.

Aber haben Sie bereits mit Ihren wichtigsten Mietern darüber gesprochen, was die CO2-Bepreisung sie in den nächsten Jahren kosten wird und wie sich diese Belastung reduzieren lässt? Oder Szenarien durchgespielt, welchen Einfluss eine Umlagebegrenzung auf die Wertentwicklung Ihrer Gebäude haben könnte?

Lassen Sie uns das gemeinsam klären. EVORA hilft seit 10 Jahren spezialisiert und erfolgreich Klienten dabei, klimapolitische Risiken und Chancen zu verstehen und sich strategisch von der Fondsebene bis zum einzelnen Objekt zukunftssicher und wertoptimierend aufzustellen. Jetzt auch in Deutschland.

Wer hat Angst vor der EU-Taxonomie?

Die Bundesregierung will noch vor den Feiertagen das „Fondsstandortgesetz“ durchs Parlament bringen. Es soll fristgerecht unter anderem zwei EU-Verordnungen umsetzen, die das Thema nachhaltige Investitionen auch im Immobilienmarkt komplett umkrempeln werden. Worum geht es? 

Die EU hat in jüngster Zeit ein Regelwerk dafür aufgestellt, wie Finanzmarktakteure und alle Unternehmen, die zu non-financial reporting verpflichtet sind, zukünftig über die Nachhaltigkeit Ihrer Aktivitäten berichten müssen. Dies betrifft sowohl die Unternehmensebene als auch individuelle Finanzprodukte. Ein besonderes Augenmerk wurde auf als „grün“ beworbene Finanzprodukte gelegt, bei denen Greenwashing vermieden werden soll.

In der sogenannten EU-Taxonomie sollen einheitliche Bewertungsstandards jetzt dafür sorgen, dass nachhaltige Investitionen zum Beispiel im Immobiliensektor klar definierte Kriterien (sogenannte „screening criteria“) bekommen. Dank mehr Transparenz soll mehr Kapital in grüne Investments fließen. Der Fokus liegt zunächst auf Umweltaspekten, und dabei vor allem auf der Klimawirkung. Die EU-Kommission will diese technischen Definitionen in Kürze finalisieren. Spätestens ab Anfang 2022 sind die neuen Regeln dann anzuwenden.

Und wann ist ein Gebäude nachhaltig? Aktuelle Entwürfe sehen bei Neubauten oder Immobilientransaktionen etwa Anforderungen an den Energieverbrauch vor, die deutlich ambitionierter als die gesetzlichen Standards in Deutschland sind. Populäre Nachhaltigkeitssiegel spielen hingegen keine maßgebliche Rolle.

Wissen Sie, ob Sie von den neuen Vorgaben betroffen sind? Haben Sie schon einen Plan, wie und auf welcher Datengrundlage Sie bewerten und berichten, welche Ihrer Aktivitäten unter die Taxonomie fallen? 2021 kommt die Zeit, diesen Plan zu schmieden.

Lassen Sie uns darüber sprechen. Evora hilft seit 10 Jahren spezialisiert und erfolgreich Klienten dabei, klimapolitische Risiken und Chancen zu verstehen und sich strategisch von der Fondsebene bis zum einzelnen Objekt zukunftssicher und wertoptimierend aufzustellen.

Jetzt auch in Deutschland.

Die EU macht ernst beim Klimaschutz – Mindeststandards für den Gebäudebestand sind in Arbeit

Für Immobilienhalter könnten sich die Rahmenbedingungen für Investitionsentscheidungen zum Themen Klimaschutz schon sehr bald fundamental ändern.

Und hier geht es nicht um das am 1. November in Kraft getretene Gebäudeenergiegesetz (GEG), das größtenteils nur bestehende Regeln fortschreibt. Es ist die EU-Kommission, die vorprescht. Als Teil Ihrer „Renovation Wave“ wird sie bis Ende 2021 Vorschläge zu energetischen Mindeststandards für Bestandsgebäude vorlegen. Ähnlich wie bereits in den Niederlanden, UK und Frankreich, könnten dann auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern in einigen Jahren etwa Neuvermietungs- oder Verkaufsbeschränkungen für die energetisch schlechtesten Bürogebäude greifen. Denn die vorgesehene, weitere Verschärfung der EU-Klimaschutzziele wird auch für den deutschen Gebäudesektor mehr Ambition bedeuten. Schon heute liegt das deutsche 2030-Ziel für Gebäude bei -40% CO2 gegenüber heute.

Für Investoren bedeutet dies zum einen die lang ersehnten, klareren klimapolitischen Ansagen, auf deren Basis Investitionsentscheidungen getroffen werden können. Zum anderen fragen sich viele jetzt, welche Maßnahmen notwendig sind, um die Wertentwicklung ihres Portfolios nicht zu gefährden, wenn aus theoretischem Klimarisiko materielle Regulierung wird.

Lassen Sie uns darüber sprechen! EVORA hilft seit 10 Jahren spezialisiert und erfolgreich Klienten dabei, klimapolitische Risiken und Chancen zu verstehen und sich strategisch von der Fondsebene bis zum einzelnen Objekt zukunftssicher und wertoptimierend aufzustellen.

EVORA Global freut sich bekannt zu geben, dass Meike Borchers die Leitung von Deutschland und der weiteren DACH-Region übernommen hat.

Meike kommt zu einem äußerst wichtigen Zeitpunkt zu EVORA, da wir unsere internationale Wachstumsstrategie fortsetzen und vor kurzem Büros in Frankfurt, Mailand und Indien eröffnet haben. Dies ist ein weiterer Meilenstein für EVORA und eine weitere Stärkung unserer Fähigkeiten, da wir sowohl unser Fachwissen als auch unsere geografische Präsenz auf dem Immobilien-Investmentmarkt ausbauen. Meike bringt eine Fülle von Fachwissen mit, da sie einige Jahre in den USA, Großbritannien und zuletzt in Deutschland verbracht hat. Sie verfügt über einen ausgeprägten technischen Hintergrund, der für unsere End-to-End-Dienstleistungsangebote entscheidend ist, und ist Expertin für Gebäudebewertung und -zertifizierung. Als solche verkörpert sie den ganzheitlichen Ansatz von EVORA für einen langfristigen Wert.

Meike wird für die Einführung der EVORA-Suite von ESG-Dienstleistungen in den Immobiliensektor in Deutschland und der DACH-Region im weiteren Sinne verantwortlich sein, mit einem besonderen Verständnis und Fokus auf die spezifischen nationalen und regionalen Aspekte sowie die Erwartungen der Kunden.

Der Zeitpunkt für den Eintritt in den deutschen Markt könnte nicht besser sein; er fällt mit der Einführung einer Reihe grundlegender Entwicklungen im Immobiliensektor zusammen, wie z.B. die Verabschiedung der Taxonomieverordnung durch die Europäische Kommission, die Entwicklung der Green-Deal-Komponenten der EU und zuletzt die europäische Verpflichtung, die Anstrengungen zu beschleunigen und die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55% zu reduzieren, während die Klimaneutralität bis 2050 weiterhin angestrebt wird.

“Nachdem ich über ein Jahrzehnt in der nachhaltigen Immobilienberatung gearbeitet habe, scheint mir, dass die Zeit endlich reif ist für große, sinnvolle Schritte in eine kohlenstoffarme Zukunft und eine nachhaltige und gesunde gebaute Umwelt. Um diese Zukunft zu gestalten, bedarf es eines breiten Spektrums an technischem und wirtschaftlichem Fachwissen, gepaart mit Leidenschaft und innovativen Instrumenten, die ich mit dem EVORA-Team sehr gerne gefunden habe. Auf geht’s!”

Meike Borchers, Leiterin Deutschland

Zu dem deutschen Team gehört auch Melf Asmussen, der unsere technischen Dienste und Zertifizierungsarbeiten leiten wird. EVORA verfügt zwar über fundierte Fachkenntnisse in den Bereichen ESG-Strategien und GRESB-Berichterstattung, aber die Fähigkeit, diese Strategien in die Gebäude selbst zu tragen, ist ein entscheidendes Element unseres Ansatzes. Ich selbst habe einen Master-Abschluss in Energie- und Umweltmanagement und bin daher bestens geeignet, unsere technischen Teams in der DACH-Region zu leiten.

“Wir freuen uns, Meike und Melf in der EVORA-Familie in einer so kritischen Zeit für unseren Markt und die breitere Investitionsgemeinschaft willkommen zu heißen. Die formelle Eröffnung unseres Büros in Deutschland ermöglicht es uns, unsere bestehenden und neuen deutschen Kunden umfassender bei ihrem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu unterstützen. Nur 10 Jahre, um eine 60-prozentige Reduzierung der Emissionen zu erreichen!”

Philippa Gill, Direktorin für Europa